Johannes-Rau-Programm 2019

16. NOV 2019 08:00 - 09:00

Wir durften dieses Jahr am Johannes-Rau-Stipendiaten-Programm teilnehmen, ein Programm, das den Kontakt zwischen deutschen und israelischen Schülern fördern und einen Austausch der beiden Kulturen schaffen soll. 

Dafür waren wir zunächst im Juni 2019 zu einem „Einführungs-Workshop“ nach Köln eingeladen worden. Dort lernten wir die anderen deutschen Schüler kennen, die teilweise aus ganz Deutschland angereist sind. Drei Tage beschäftigten wir uns mit der israelischen Kultur, Politik sowie Geschichte. So bereiteten wir uns auf die Ankunft unserer israelischen Schüler im Oktober vor. Nach den drei Tagen ging es mit vielen neuen Eindrücken, Wissen und Vorfreude zurück. Dann galt es abzuwarten, bis wir schließlich einen Brief von den Austauschschülern erhielten, die uns zugeteilt wurden und sie endlich in Tel Aviv ins Flugzeug stiegen. 

Am 12. Oktober war es dann endlich soweit, Almog und Amit kamen mit dem Zug in Frankfurt an. Wir zeigten ihnen zuerst Frankfurt, bevor es dann abends in die Familien ging. Am nächsten Tag standen schon die nächsten Programmpunkte an: eine „typisch deutsche“ Burg und das Niederwalddenkmal. Natürlich durfte in den nächsten Tagen auch das „typisch deutsche“ Essen nicht fehlen, so mussten sich die beiden durch Käsespätzle, Rouladen und Apfelstrudel probieren. 

Nach zwei Tagen Schule, in denen wir auch viel über das israelische Schulsystem lernten, ging es am Mittwoch zusammen mit dem Zug nach Berlin. Dort trafen wir dann nicht nur wieder auf die deutschen Schüler, die wir schon aus Köln kannten, sondern auch auf 18 neue Gesichter aus Israel. In der darauffolgenden Woche bekamen wir einiges zu sehen. Unter den Stationen waren unter anderem das Denkmal des Holocausts, das Jüdische Museum und auch das Auswärtige Amt. Uns wurde sogar die Ehre zuteil, den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier höchstpersönlich zu treffen. Aber auch die typischen Touristenattraktionen haben wir besucht, wie beispielsweise das Brandenburger Tor und den Bundestag. Natürlich hatten wir eine Menge Freizeit, in der wir frei durch die Stadt laufen durften und auch die Gelegenheit zum Shoppen hatten. Ein Highlight war definitiv die Graffiti-Stadtführung, nach der wir uns sogar selbst mal am Sprayen versuchen durften. Wir hatten neben den ganzen anderen Programmpunkten immer wieder die Möglichkeit, mit Leuten aus Israel und Deutschland Diskussionen über die deutsch-israelischen Beziehungen zu führen, aber auch über aktuelle politische und nicht-politische Themen.

In der gesamten Woche haben wir gelernt, wie wichtig es ist, sich mit Menschen aus anderen Ländern zu treffen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Man kann eine Menge voneinander lernen. Außerdem war es spannend, auch mal Deutschland aus der Sicht eines Israelis kennenzulernen. Durch die vielen neuen Freundschaften, die wir geschlossen haben, fiel uns der Abschied natürlich nicht besonders leicht, aber wir freuen uns auf ein möglichst baldiges Wiedersehen mit unseren Freunden aus Israel.

Text und Foto: Maren Hermen und Yannick Lückert

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